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Pollenschutzgewebe

Pollenschutzgewebe

Wenn im Frühjahr die Nase zugeht, sobald du das Fenster kippst, ist Pollenschutzgewebe die Lösung. Es ist deutlich feiner gewebt als Standardgewebe und hält einen Großteil der Pollen draußen.

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Pollenschutzgewebe – worauf es ankommt

Der Unterschied steckt in der Maschenweite. Standardgewebe soll Insekten aufhalten, und dafür reichen vergleichsweise große Maschen. Pollen sind eine ganz andere Größenordnung — Gräserpollen liegen bei etwa zwanzig bis vierzig Mikrometern. Das Pollenschutzgewebe arbeitet deshalb mit einer sehr viel feineren Struktur, an der die Körner hängen bleiben, statt durchzufliegen.

Ehrlich gesagt: Hundert Prozent sind es nicht, und das verspricht dir seriöserweise auch niemand. Was du bekommst, ist eine deutliche Reduktion in dem Raum, in dem das Gewebe sitzt. Betroffene beschreiben den Unterschied meist so, dass Schlafen bei gekipptem Fenster wieder funktioniert. Wenn du nur ein Fenster ausstatten kannst, nimm das Schlafzimmer — dort verbringst du am Stück die meiste Zeit.

Was du einkalkulieren solltest: Feineres Gewebe bedeutet weniger Luftdurchsatz. An einem schwülen Julitag merkst du das. Manche Kunden lösen das so, dass Schlafzimmer und Kinderzimmer Pollenschutz bekommen und der Rest des Hauses Standardgewebe. Das ist meistens der beste Kompromiss aus Wirkung und Durchzug.

Zur Pflege: Das Gewebe fängt naturgemäß viel ab, und was hängen bleibt, sitzt irgendwann fest. Einmal im Monat mit weicher Bürste absaugen, in der Hauptsaison ruhig öfter. Nach dem Ende der Flugzeit den Rahmen einmal richtig durchspülen und trocknen lassen. Das Gewebe bekommst du in Spannrahmen, Klemmrahmen und in den festen Plissee-Insektenschutz.

Wie es wirkt

Pollenschutzgewebe hat deutlich feinere Maschen als Standardgewebe und eine leicht aufgeraute Oberfläche. Pollen bleiben daran haften, statt durchzuwehen.

Ein großer Teil der durch die Luft getragenen Pollen wird zurückgehalten. Hundert Prozent sind es nicht — Pollen kommen auch über Kleidung, Haare und geöffnete Türen ins Haus.

Was du dafür in Kauf nimmst

Feinere Maschen lassen weniger Luft durch. Beim Lüften merkst du das: Es dauert länger, bis die Luft im Raum ausgetauscht ist.

Auch die Durchsicht ist schlechter als bei Standard- oder Transparentgewebe. Wer beides will, muss sich entscheiden — feiner und durchsichtiger schließen sich aus.

Wo es sich lohnt

Zuerst im Schlafzimmer. Wer nachts bei offenem Fenster schläft, atmet in acht Stunden die meiste Pollenlast ein — dort ist der Effekt am spürbarsten.

Danach Kinderzimmer und Arbeitszimmer. Räume, in denen man sich lange aufhält und regelmäßig lüftet.

Reinigung

Feines Gewebe setzt sich schneller zu als grobes. Absaugen mit weicher Bürste alle paar Wochen während der Saison hält den Luftdurchlass oben.

Nach der Pollenzeit einmal gründlich reinigen: Rahmen ausbauen, flach hinlegen, mit lauwarmem Wasser abbrausen, trocknen lassen. Kein Hochdruckreiniger.

Häufige Fragen

Hilft das auch gegen Feinstaub?

Nur begrenzt. Das Gewebe ist auf Pollen ausgelegt, Feinstaub ist noch einmal deutlich kleiner. Ein spürbarer Effekt gegen Straßenstaub stellt sich ein, ein Filter ersetzt es aber nicht.

Kann ich vorhandene Rahmen umrüsten?

Bei unseren Rahmen ja, das Gewebe sitzt in einer Nut und lässt sich tauschen. Bei Fremdfabrikaten kommt es aufs Profil an — schick uns ein Foto der Rahmenecke, dann sagen wir dir, ob es passt.

Wie lange hält das Gewebe?

Bei normaler Pflege viele Jahre. Es altert vor allem durch UV-Strahlung, also am schnellsten an Südfenstern. Wenn es spröde wird und beim Reinigen ausfranst, ist Zeit für neues Gewebe — das ist ein Bruchteil vom Preis eines neuen Rahmens.

Hält es alle Pollen zurück?

Nein, aber einen großen Teil der durch die Luft getragenen. Über Kleidung und Haare kommen Pollen trotzdem ins Haus.

Lässt es weniger Luft durch?

Ja, spürbar. Das Lüften dauert länger als mit Standardgewebe — das ist der Preis für die feinen Maschen.

Wo bringt es am meisten?

Im Schlafzimmer. Bei offenem Fenster atmet man dort über Stunden die höchste Pollenlast ein.

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